| Deine persönliche Gebetsliste |
Bete
für die Menschen, von denen du willst dass sie mit dir in der Ewigkeit
sein werden, jeden Tag! Lass dich vom Heiligen Geist im Gebet für sie führen. Vergiss nicht, dass nicht deine Freundschaft mit ihnen oder deine Sympathie sie rettet, sondern nur eine lebendige Beziehung zu Jesus. Werde nicht müde für ihre Errettung zu beten, und durch den Heiligen Geist die richtigen Gelegenheiten zu erkennen um sie mit Jesus bekanntzumachen. |
| Watchman
Nee schreibt über die Menschen auf seiner persönlichen Gebetsliste: "Vom
zweiten Halbjahr 1922 an betete ich täglich für jene Schulkameraden,
deren Namen ich in mein Notizbuch geschrieben hatte, und viele von
ihnen wurden gerettet. Im darauffolgenden Jahr mußten wir
Versammlungsräume mieten. Es waren inzwischen mehrere hundert Menschen
gerettet, darunter mit einer Ausnahme alle, die in meinem Notizbuch
standen. An solchen Geschehnissen wird deutlich, daß Gott auf uns hört,
wenn wir um die Errettung von Sündern beten." (Verlag der Strom,
Watchman Nee – Ein Zeugnis, Seite 18) |
| R.
A. Torrey schreibt in "Die Macht des Gebets und das Beten in Vollmacht": "Wenn
ein starker, tatkräftiger Mann etwas zu tun anfängt und es nicht gleich
beim ersten, zweiten oder auch hundertsten Mal erreicht, dann hämmert
er weiter, bis er es erreicht. Genauso betet ein gebetsmächtiger Mann,
wenn er um eine Sache zu beten anfängt, immer weiter, bis er
durchgebetet hat und empfängt, wonach er trachtet. Wie gern nennen wir
in unserem Wandel schlechte Eigenschaften mit guten Namen! Unsere
geistliche Trägheit und Faulheit und Gleichgültigkeit nennen wir
»Fügung in den Willen Gottes«. ... Wenn wir einmal angefangen haben, um
eine Sache zu beten, sollten wir nicht eher aufhören zu beten, bis wir
es empfangen ... Ich erinnere mich an ein eigenes Erlebnis, das mir sehr zum Segen wurde und meinen Glauben stärkte. In meinem ersten Pastorat legte mir Gott zwei Menschen aufs Herz, um deren Errettung ich während meiner ganzen Amtszeit dort betete. Aber ich ging von diesem Arbeitsfeld weg, ohne daß einer von ihnen sich bekehrt hätte. Ich ging dann zu weiterem Studium nach Deutschland und übernahm anschließend ein neues Pastorat in Minneapolis. - Doch ich betete täglich weiter für diese beiden Menschen. Dann kam ich einmal zu einer Vortragsreihe an mein erstes Wirkungsfeld zurück und betete auch jetzt jeden Tag um die Bekehrung dieser beiden Personen. Da geschah es eines Abends, als ich alle aufrief, die Jesus Christus als ihren persönlichen Heiland annehmen wollten, daß diese beiden Menschen nebeneinander aufstanden. Es bestand kein besonderer Grund dafür, weshalb sie nebeneinander standen. Sie waren nicht miteinander verwandt. Als ich diese beiden Menschen sah, für die ich jeden Tag in all den Jahren gebetet hatte, als sie nun nebeneinander standen und den Herrn Jesus Christus annehmen wollten, - welch ein überwältigendes Bewußtsein kam da über mich, daß es einen Gott gibt und daß Er Gebet erhört, wenn wir die Bedingungen in anhaltendem Gebet erfüllen und ausdauernd beten, wie wir in Seinem eigenen Wort gelehrt werden. Hierin
liegt der Grund, warum viele Gebete nicht das erreichen, was wir von
Gott erbitten. Wir beten und beten und beten und erreichen es fast,
worum wir beten, und gerade dann, wenn Gott das Gebet fast erhört
hätte, hören wir auf und bringen uns um den Segen. Es gibt
beispielsweise in vielen Gemeinden Menschen, die um eine Erweckung
beten. Die Erweckung kommt nicht gleich. Sie läßt längere Zeit auf sich
warten. Die Leute beten weiter und haben fast durchgebetet, stehen an
der Grenze des Erreichens, und wenn sie ein wenig länger beteten, käme
die Erweckung. Doch sie werden entmutigt und hören auf zu beten. So
kurz vor der Grenze des Segens, aber sie gehen nicht hinüber in das
verheißene Land. Im Januar 1900 oder 1901 richtete die Fakultät des
Bibelinstituts in Chikago am Samstagabend von 21.00 bis 22.00 Uhr eine
späte Gebetsstunde zum Gebet um weltweite Erweckung ein. Nachdem wir
eine Zeitlang gebetet hatten, geschah, was ich von Anfang an
vorausgesehen hatte: Menschen kamen auf mich zu oder fragten meinen
Kollegen, der in der Durchführung dieser Versammlungen eng mit mir
verbunden war, und sagten: »Ist die Erweckung gekommen?« »Nein, soweit
wir sehen können, noch nicht.« »Wann kommt sie?« »Wir wissen es nicht.«
»Wie lange wollt ihr noch beten?« »Bis sie kommt.« Und sie kam, eine Erweckung, die in diesem Gebetssaal des Bibelinstituts in Chikago begann und dann im fernen China und in Japan, Australien, Neuseeland, Tasmanien und Indien ausbrach und ihren Lauf um die Welt nahm mit wunderbarsten Bezeugungen der Rettermacht Gottes, nicht nur durch Bruder Alexanders und meinen Dienst, sondern durch eine große Schar anderer in Indien und Wales und sonstwo. In Wales beispielsweise unter Evan Roberts und anderen mit dem Ergebnis, daß im Laufe eines Jahres hunderttausend Menschen bekannten, sich bekehrt zu haben. Und ich glaube, Gott erwartet heute von uns, daß wir wieder durchbeten. Ich
betete fünfzehn Jahre lang um die Bekehrung meines ältesten Bruders. Er
schien immer weiter abzukommen, aber ich betete weiter, und eines
Morgens – während meines ersten Winters in Chikago – sagte Gott zu mir,
nachdem ich funfzehn Jahre lang jeden Tag gebetet hatte: »Ich habe dein
Gebet erhört. Du brauchst nicht mehr weiter zu beten, dein Bruder wird
sich bekehren.« Und innerhalb von zwei Wochen kam mein Bruder in mein
Haus, wurde krank und konnte dadurch das Haus nicht verlassen, mußte
zwei Wochen bei mir bleiben und ging dann weg, nachdem er in Moodys
Büro im Bibelinstitut Christus angenommen hatte. Ich erzählte diesen Vorfall einmal, als ich in einer gewissen Stadt predigte. Nach der Versammlung kam eine altere Dame zu mir und sagte: »Ich habe schon lange Jahre um die Bekehrung meines Bruders gebetet. Er ist 63 Jahre alt. Vor kurzem habe ich zu beten aufgehört. Aber ich fange jetzt wieder an, für ihn zu beten.« Und innerhalb von zwei Wochen kam sie zu mir und sagte: »Ich habe von meinem Bruder gehört, und er hat Christus angenommen.« Oh, betet durch, betet durch, BETET DURCH! Fangt nicht nur an zu beten und betet ein wenig und gebt es dann wieder auf, sondern betet, betet, betet, bis Gott den Himmel biegt und herabkommt!« (Quelle: Herold-Verlag, R. A. Torrey: "Die Macht des Gebets und das Beten in Vollmacht", Seite 146 – 148) |
"Da
sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber
sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende
in seine Ernte!" (Mt 9,37-38)


